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Der Knabbelorden

 

Ein Bild des Knabbelordens

Der Knabbelorden ist einer der ältesten Sonderorden in der Nachkriegsgeschichte des deutschen Karnevals und wurde 1963 von der »KG Narrenzunft vom Zwinger« gestiftet. Die Halle Münsterland suchte damals einen Veranstalter für eine Karnevalsveranstaltung am Rosenmontag in der großen Halle. Nach Vertragsabschluß mit der »KG Narrenzunft vom Zwinger« kam der Vorstand unter der Leitung des damaligen Präsidenten Albert Gehring auf die Idee, einen Sonderorden, den »Knabbelorden« zu stiften.
Den Nichteingeweihten sei verraten: Knabbeln werden aus frischen Weißbrot, das im Backofen getrocknet wird, hergestellt. Im »Kümpken«, mit heißer Milch aufgeweicht, wurden sie im vorigen Jahrhundert vielfach zum ersten Frühstück verzehrt.
Der Orden soll Verbindungen schaffen zwischen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Sport, Politik, Wirtschaft und Verwaltung und dem Karneval in Münster. Die Beschränkung auf Persönlichkeiten aus Münster und dem Münsterland kommt auch in seinem Namen zum Ausdruck. Der Bezug zu den »Mönstersken Knabbeln« charakterisiert die typisch Münsterländische Art. Die Laudatien auf die zu Ehrenden und die Dankesreden der Geehrten sind Höhepunkte unseres Programms.
Wie schon erwähnt, fanden anfangs die Verleihungen des »Knabbelordens« im Rahmen einer Karnevalssitzung der »KG Narrenzunft vom Zwinger« in der großen Halle Münsterland statt. Aber schon bald stellte sich heraus, dass ein intimerer Rahmen die Feinheiten dieses Zeremoniells besser berücksichtigen konnte. 1969, im Schneewinter, wurde der Orden im »Zwei-Löwen-Klub«, dann zwei Jahre in der »Ewigen Lampe« verliehen. Nach Zwischenstationen für drei Jahre im Hauptbahnhofs-Festsaal und zweimal im »Weißen Saal« landeten wir 1977 im »Kongresssaal« der Halle Münsterland, der sowohl den festlichen Rahmen, als auch die Möglichkeiten des ausgeweiteten Programms auf der großen Bühne bot. Hier haben wir uns - mit zwei Ausweichterminen im »Lindenhof« - bis 1992 mit dieser Veranstaltung wohl gefühlt und kehrten dann in den Festsaal der »Ewigen Lampe« zurück. Nachdem es, seit dem legendären Gerichtsurteil, in der »Ewigen Lampe« nicht mehr möglich war, am Abend dort eine Veranstaltung durchzuführen, suchten wir  nach einem angemessenen Saal. In dieser Session waren wir durch den schneereichen Wintereinbruch zur Jahreswende gezwungen, das Lokal zu wechseln. Statt in der Brasserie am Kanal zu feiern, ging es in den Wersehof nach MS-Handorf. Die Brasserie war durch einen „Schneelastschaden“ für diese Veranstaltung gesperrt worden. 
Seit den siebziger Jahren gibt es vor dem eigentlichen Verleihungstermin noch einen Vorstellungsabend, an dem der neue Kandidat oder die Kandidatin im Kreise des Ordenskollegiums und des Vorstandes der »KG Narrenzunft vom Zwinger« der Presse vorgestellt wird. Seit Mitte der 80er Jahre nimmt auch der jeweilige Münstersche Prinz hieran teil. An diesem Abend ist die Möglichkeit des persönlichen Gesprächs zwischen den Kandidaten, den Mitgliedern des Ordenskollegiums und des Vorstandes der »KG Narrenzunft vom Zwinger« gegeben, was beim Festball meistens zu kurz kommt.
Der Festabend besteht traditionell aus einem Sitzungsprogramm, bei dem überwiegend karnevalistische Programmpunkte zur Aufführung kommen und dessen Höhepunkte die Laudatio - meistens des Vorgängers -, die Verleihung des »Knabbelordens«  und  die Dankrede des oder der Ausgezeichneten bilden.
Die inzwischen 51 Persönlichkeiten des Ordenskollegiums aus allen Bereichen der Bevölkerung schließen auch die holde Weiblichkeit nicht aus. Dieses Kollegium kann in den nächsten Jahren sicherlich noch durch so manche interessante Persönlichkeit bereichert werden.


© Karnevalsgesellschaft Narrenzunft vom Zwinger eV, 1997-2014 Letzte Änderung 10.11.2014
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